Karte mit Bokeh-Technik


Die Technik die mich schon seit längerem begeistert ist die Bokeh-Technik. Bokeh ist, lt. Wikipedia, ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität eines Unschärfebereichs, wie auf dem oberen Bild.

Und eben diese Technik oder Optik, kann man wirklich ganz leicht in der Kartengestaltung anwenden.

Ich finde diese Art den Hintergrund zu gestalten richtig spannend und super schön.

Klickt mal auf´s Bild und schaut es euch vergrößert an.


Wie genau es am einfachsten funktioniert zeige ich euch jetzt...



Für diese Karte habe ich unser tolles Aquarellpapier verwendet. Da ich heute bereits auch mit anderem Cardstock rumexperimentiert habe, kann ich schon behaupten, Aquarellpapier finde ich hierfür am besten. Aber, wie so vieles, reine Geschmackssache.

Und so habe ich es gemacht:

  • Papier mit Tape auf einer Unterlage oder Karton an allen vier Ränder festkleben. Hat den Vorteil, dass wenn das Papier feucht wird, es sich nicht nach oben wellen kann.
  • Dann habe ich mir drei Farben angemischt. Dazu ein wenig Wasser in ein Schälchen und so viele Tropfen der Nachfuelltinte bis du deine gewünschte Farbtiefe hast. Ich habe ca. 4-5 Tropfen genommen, aber da musst du einfach mal rumprobieren.
  • Nun das Papier komplett befeuchten und dann mit dem Wassertankpinsel (ein normaler Pinsel tut es aber auch) die Farben aufbringen. Bei dem Aquarellpapier laufen die Farben superschön ineinander.
  • Ich habe leider vergessen von dem fertig bemalten Papier ein Foto zu machen *grummel*.
  • Dann lässt du alles ein wenig trocknen. Entweder hast du genug Geduld oder hilfst ein wenig mit dem Heißluftfön nach.
  • Jetzt nimmst du dir eine Schablone mit Kreisen und tupft mit den Fingerschwämmchen die Flüsterweiße-Farbe auf das Papier. Ich habe mir meine Schablone einfach aus Windradfolie selbstgemacht. Drei Kreisgrößen reichen (1 1/4", 1 1/4" und 1").
  • Die Kreise sollen und dürfen so oft übereinander bzw. aneinander liegen wie du magst. Am besten zwischendurch einfach mal mit etwas Abstand betrachten.
  • Als ich damit fertig war, habe ich noch mit dem Fingerschwämmchen direkt ein paar zusätzliche Punkte gesetzt, somit kommt noch eine Größe mit ins Spiel.

 

Also, mir macht diese Technik großen Spaß und ich werde in Zukunft bestimmt noch einige meiner Hintergründe so gestalten. Wie meine Ergebnisse mit dem Cardstock aussehen, zeige ich euch natürlich auch noch. Muss noch die Bilder machen.

 

Solltet Ihr Fragen zu dieser Technik haben, dann könnt ihr euch gern bei mir melden. Riesig würde ich mich natürlich über eine Foto eurer Bokeh-Werke freuen..., vielleicht magst du mir ja mal eines per Mail schicken.

 

Macht´s gut, eure

Tani

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Kommentare: 2
  • #1

    Anna (Freitag, 03 April 2015 12:58)

    Hi Tanja,
    ich will die Karte für meine Freundinn machen aber ich habe keine Aquarell-Farben und nicht so ein Fingerschwämmchen (ich will die Sachen nicht extra kaufen ). Kann man dann auch einfach normale Farben nehmen und kann man einfach einen normalen Schwamm nehmen? Ich hoffe du kannst mir helfen
    Deine Anna

  • #2

    Antwort Tani (Samstag, 04 April 2015 16:30)

    Hallo Anna,
    die Technik sollte auch mit anderen Farben funktionieren. Die Farbe sollte dann aber auf jeden Fall wasserlöslich sein. Ich könnte mir da "normale" Tusche gut vorstellen. Die Farben dann jeweils gut ineinander verlaufen lassen. Das ganze gut trocknen lassen und dann die Kreise aufbringen. Wenn du dir eine Schablone (wie beschrieben) fertigst, dann kannst du die Farbe natürlich auch mit einem anderen Schwämmchen auftragen. Dieser sollte aber nicht zu grobporig sein. Freut mich, dass dir die Technik so gut gefällt, viel Spaß dann beim Probieren und vielleicht hast du ja Lust mir von deiner Karten ein Foto zu schicken oder schreiben, ob und wie es funktioniert hat..., würde mich sehr darüber freuen.
    LG Tani